Bitcrime dreht der Kriminalität den Hahn ab

Das BITCRIME Projekt, hat die Testphase erfolgreich gemeistert und könnte schon bald effektiv gegen Kriminalität, bei Bitcoin eingesetzt werden. Auch wenn einige Menschen sich gegen behördliche oder staatliche Eingriffe aussprechen, ist das Projekt für normale Nutzer dennoch ein voller Erfolg.

 

BITCRIME – Ansätze & Lösungen

Das Projekt, wurde 2014 ins Leben gerufen und ist ein deutsch-österreichisches Vorhaben, im Sinne von Prävention und Verfolgung organisierter Finanzkriminalität mit virtuellen Währungen. Strategien und Techniken wurden innerhalb der letzten 3 Jahre, vom deutschen Bundesministerium (BMBF) und dem österreichischen Bundesministerium (BMVIT) umfassend ausgearbeitet. Es ist eine herausfordernde Aufgabe, die zukünftig noch bessere internationale Zusammenarbeit von Behörden verlangt und eine spannende Angelegenheit darstellt.

Der Ansatz des Projektes, ist dabei die Entwicklung effizienter Software und die internationale Einsatzmöglichkeit. Sicherlich kann man einen Code schreiben, der einzelne Adressen abgleicht (Adresse, Transaktionsdatum und Höhe des gesendeten Betrags). Dabei fehlen allerdings zahlreiche andere Faktoren, die das Projekt ebenfalls im Auge behält, denn der Bitcoin soll bei Ermittlungen nicht zerstört werden. BITCRIME legt seinen Fokus deshalb auch auf ein ausgewogenes Verhältnis von Wachstumspotenzial, Freiheit, verwaltungsrechtlicher Handhabe und Strafverfolgung.

Ganzheitlich betrachtet lässt sich BITCRIME, wie folgt beschreiben:
„Die Bekämpfung von Finanzkriminalität, ohne Beeinträchtigung, des normalen Bitcoin-Nutzers. Schnell, präzise und effektiv.“

 

Ein tieferer Einblick

Damit Ihr als Leser, euch einen möglichst tiefen Einblick machen könnt, haben wir uns bemüht und einige interessante Fragen an BITCRIME gestellt.

Besteht die Möglichkeit, dass die Nutzer von Bitcoin, in Zukunft ihre Konten mit ihren Realdaten hinterlegen müssen?

„Eine Identifizierung von Bitcoin-Nutzern bei der Nutzung bestimmter zentraler Dienste entspricht dem Vorschlag der Europäischen Kommission das Know-your-customer-Prinzip der konventionellen Geldwäschebekämpfung auf Bitcoin-Tauschbörsen und Bitcoin-Wallet-Anbieter auszuweiten. Wir aus dem Projekt lehnen diesen Regulierungsansatz ab, weil er mit erheblichen Einschränkungen des Nutzerdatenschutzes verbunden ist. Wir haben in unserer unter Regulierungsmöglichkeiten.pdf abrufbaren Handlungsempfehlung dazu ausführlich Stellung genommen und einen eigenen Vorschlag unterbreitet.“

Aktuell ist das Programm nur für den Bitcoin. Wird es auch für andere virtuelle Währungen kommen? Und wenn, ja. Wie stehen die Chancen bei der aktuell beliebtesten Währung im Darknet, dem Monero?

„Wir haben unsere Forschung auf die während der Laufzeit des Projekts relevanteste dezentrale Kryptowährung Bitcoin konzentriert. Insb. auf Monero sind unsere Erkenntnisse und Entwicklungen nicht ohne Weiteres übertragbar. In diesem Jahr sind allerdings von Dritten Forschungspapiere veröffentlicht worden, die eine Nachverfolgbarkeit auch von Monero-Transaktionen nahelegen.“

Ebenfalls im Steckbrief erwähnt, eine Annahmeverweigerung bei Wechselbörsen von illegal erworbenen Bitcoins. Werden Wechselbörsen dadurch einer Aufsicht unterstehen?

„Wechselbörsen unterstehen bereits einer Aufsicht. In Deutschland hat etwa die BaFin Bitcoins als Rechnungseinheiten eingeordnet und bejaht in der Folge die Erlaubnispflichtigkeit bestimmter gewerblicher Bitcoin-Dienste. Auch unabhängig von einer Beaufsichtigung müssen sich Bitcoin-Dienste aber an die Gesetze, insb. das Strafgesetzbuch halten. Werden illegal erworbene Bitcoins von einer Wechselbörse angenommen, kann dies zu einer Geldwäschestrafbarkeit führen. Tatsächlich ist es daher übliche Praxis bei Wechselbörsen, Bitcoins der Nutzer durch externe Dienste einer Risikobewertung im Hinblick auf illegale Aktivitäten zu unterziehen und ggfs. nicht zum Handel zuzulassen. Das Führen von Sperrlisten würde lediglich die Rechtssicherheit für alle Beteiligten erhöhen.“

Abschließende Worte; Was empfehlen Sie Nutzern von virtuellen Währungen?

Obacht. 🙂

 

Handlungsempfehlung.pdf
Offizielle Seite

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