Iran: Bitcoin ersetzt US-Dollar

30.03.2017 | Iran umgeht Sanktionen mit Bitcoin

Iran Bitcoin im Blick

Sanktionen

Die Geschichte, der Sanktionen gegenüber dem Iran ist lang. Seit einigen Jahren steht das Land unter dem Druck der amerikanischen Regierung. Anfang 2016, war ein kurzer Lichtblick in der eher düsteren Partnerschaft, der zwei Staaten.
Die verhangenen Sanktionen wurden aufgehoben, da der iranische Staat sein Atomprogramm stark zurück gefahren hatte. Die Freiheit wehrte allerdings nur ein Jahr. So sind seit Februar wieder neue Sanktionen verhängt worden, aufgrund eines Raketentests. Betroffen sind davon rund 25 Unternehmen, die das Raketenprogramm unterstützen sollen. Die Firmen sind teilweise auch chinesischer Herkunft. Der Iran will sich der Bevormundung nicht unterordnen und sucht nun nach neuen Wegen, um die Sperren zu umgehen.

Iran wehrt sich und ist erfolgreich

Die ersten Lücken wurden bereits gefunden. So investiert beispielweise ein schwedisches Unternehmen, weiter in den iranischen Energiesektor. Wie das geht? Man findet einen Ersatz, für den US-Dollar. Mit dem Bitcoin ist das gelungen und so versuchen nun mehr und mehr iranische Investoren, den gebotenen Weg zu gehen. Das sorgt für neue Hoffnung, stärkt den iranischen Handel und bietet dem Staat sogar die Möglichkeit gegen amerikanische Firmen, Sanktionen zu verhängen.

Auch wenn der Bitcoin offiziell nicht anerkannt oder reguliert ist, scheint er zumindest die Nöte des Landes zu lindern. Nicht nur in der großen Politik trägt er zur Stärkung bei, sondern auch bei kleinen iranischen Geschäften. Diese könnten ohne den Bitcoin oftmals nicht auf dem internationalen Markt mithalten. So äußert sich beispielweise das Unternehmen Persian Shoes, auf seiner Webseite zu der schwierigen Marktlage:
„Die Herstellung und der Verkauf von Lederprodukten, ist unser Geschäft. Das Problem das wir haben ist, dass die meisten Bezahlsysteme uns nicht unterstützen oder uns einem zu großen Risiko aussetzen. Bevor wir unsere Webseite erstellt haben, hatten wir nur sehr wenige Kunden. Hinzu kamen große Probleme bei der Bezahlung, unserer Produkte. Nun nutzen wir Bitcoin. Unser Hauptproblem, das Empfangen von Geld hat sich damit erledigt.“

Persian Shoes Statement (englisch)

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