Blockstream, Adam Back, Interview

Interview: Blockstream Chef

16.03.2017 | Interview mit Adam Back

Blockstream Logo (nicht offiziell) SegWit

SegWit (Segregated Witness)

Möglicherweise kann man ja einige Miner umstimmen und die Probleme erörtern, weshalb sie SegWit nich haben wollen?

„Entschuldigung. Ich kann Leuten nicht helfen, die sinnlose Entscheidungen treffen. Wisst ihr was die Alternative ist? Bitcoin fährt fort mit der Größe von 1MB pro Block und ohne SegWit.“

Also wären Sie glücklich mit einem Megabyte für immer?

„Ja, wenn einige Miningunternehmen der Meinung sind ihre Monopolstellung zu benutzen, um etwas zu blockieren, dass die meisten Nutzer wollen. Was sollte sonst kommen? Wenn sich die Unternehmen dagegen entscheiden, müsste eine komplett neue Idee geschaffen werden. Das dauert mindestens 12 Monate ( Plan, Entwicklung, Test und Netzwerkvalidierung).“

Was machen wir jetzt?

„Schwer zu sagen. Ich würde gern die Motive hinter den Etnscheidungen verstehen. Ist es eine rationale Entscheidung, die letzten 12 Monate einfach so wegzuwerfen? In der Zwischenzeit steigen die Gebühren für Transaktionen, einige Nutzer werden den Bitcoin verlassen, die nicht darauf angewiesen sind und andere Prozesse werden verzögert. Alles was die Miner machen müssten, wäre zu Jihan zu gehen.“

Neue Idee

Ein neuer Versuch? 12 Monate? Du hast doch 13 Entwickler im Team. Bei Ethereum hat es auch nicht so lang gebraucht.

„Ethereum? Der Sche*ß war am brennen! Die mussten alles rückgängig machen. Keiner überweist an Ethereum. Keinen kümmerts. Ein paar Angriffe. Ein ganz anderes Spiel. Schau mal auf SegWit. Der Entwurf nahm im August 2015,
seine Gestalt an und im Dezember kam der Alpha Code.“

Können 4 Megabyte zusammen mit SegWit, in 12 Monaten zum laufen gebracht werden?

„Keiner würde das aktzeptieren. Das wären dann Blockgrößen von 4MB bis hin zu 16MB. Das Schlimmste was passieren kann. Die Miner würden die kleinsten Blöcke zuerst verarbeiten und die Großen bleiben liegen. Mich stört es, wenn Leute einfach sagen, man solle einfach beides zusammen laufen lassen. Denn das Entwicklerteam hat genug Arbeit. Damit würden nur neue Probleme auftreten, um welche sich die Entwickler wieder kümmern müssten und das dauert einfach zu lang. Zumal das auch nicht das eigentliche Problem löst.
Es ist die Zentralisierung, die den Stau auslöst.“

Antworten zu Kritik

Sind viele unhaltbare Fakten in der Community unterwegs?

„Es gibt ein paar zuviele Leute, die auf mich schauen, als wäre ich Satoshi und gewollt bin Dinge zu retten. Ich persönlich denke, die Lage wäre nicht so schlimm, wenn einfach mehr Leute wie Männer handeln.
Also sich einbringen und ihre Meinung offen aussprechen.“

Das Entwickler Team steht ein wenig in der Kritik. Vorwürfe wurden laut?

„Ich kann den Entwicklern nicht sagen, was sie zu erledigen haben. Wenn sie gegen etwas sind, weil es die ethnischen Grundlagen des Bitcoins verletzt, dann machen sie einfach dicht. Aktuell steht die Dezentralität auf dem Spiel. Also werden sie in erster Linie dafür sorgen, die Dezentralität zu sichern. Es sind Arbeiter, keine Sklaven in meinen und ihren Augen.
Sie sagen halt einfach nein, wenn eine Idee unethisch ist.“

Das originale Interview (englisch)

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